Es ist richtig Hochsommer. Daher fahren wir jeweils zwischen 5.30 und 6.00 los. Wenn die Dörfer erwachen kriegen wir einen Kaffee und in einer Bäckerei ein Znüni. Wir fahren auf der leeren Küstenstrasse los. So ab 7.30 fahren dann bereits wieder Cars. In Ston einem schmucken Städtchen, finden wir diesmal den Znüni. Am frühen Nachmittag sind wir am Tagesziel angekommen, ein supper Campingplatz in Zuljana, wo keine Camper hinkommen. So schön, dass wir gleich zwei Tage bleiben. Die Platzwartin verkauft ihr eigenes Gemüse und Wein. Ich trete beinahe auf eine Schlange. Im Internet finde ich heraus, dass es doch einige Giftschlangen gibt. Zudem heulen nachts Schakale.

Nächste Station ist die Insel Korcula. Das gleichnahmige Städtchen ist eine Kleinausgabe von Dubrovnik. Nach der Besichtigung steht uns eine längere Tour durch die ganze Insel bevor. Rauf und runter, total 1200 hm, bis wir schweissgebadet an unserem nächsten Übernachtungscamp ankommen. Weil das Inselhüpfen nicht funktioniert (die Katamarane nehmen nur Personen mit) nehmen wir die Fähre nach Split. Hier finden wir ein Hotel für Fr. 40. — total modern eingerichtet und kühl, weil sich alle Zimmer im UG befinden und voll klimatisiert sind. Das war nicht schlecht bei nachts 20 und am Tag 32 Grad.

Nun nehmen wir die Küstenstrasse über Trogir, Sibenik nach Skradin. Auf dem Küstenweg treffen wir immer wieder auf schmucke historische Städchen. In Skradin ist einer der Eingänge zum Nationalpark Krka. Es ist ein Gebiet mit verwinkeltem, tief eingegrabenem Flusslauf. Einzelne Abschnitte können mit Schiffen befahren werden, dazwischen sind unzählige Wasserfälle und eine grosse Fauna und Flora anzutreffen. Man kann sich hier den ganzen Tag aufhalten, wandern, biken, baden, Schiff fahren und in Restaurants einkehren. Es befinden sich auch historische Bauten im Park. Die älteste wasserbetriebene Turbine, welche nicht Maschinen antreibt, sondern Wechselstrom erzeugt soll sich hier befinden.

Von Skradin fahren wir bis Zadar über Land und erhalten einen Eindruck vom Bauern und den Dörfern. Viele Häuser sind unbewohnt und zerfallen. Das Gegenteil der boomenden Küstenstädte. Grösser könnte der Gegensatz zum aufblühenden Zadar nicht sein.

Bei kühlen Morgentemperaturen pedalen wir nach Nin, einem schmucken Städtchen. Es ist noch menschenleer. Ein Restaurant ist geöffnet wir kriegen unseren Capucino. Wir sind total überrascht wie karg die Insel Pag ist. Im türkisfarbenen Meer spiegeln sich die gelblichen Felsen. Das spärliche Grün reicht gerade noch für ein paar Schafe. Es wird überall Schafkäse angeboten. Am nördlichen Ende der Insel befindet sich ein riesiger Campingplatz, überraschenderweise mit Bäumen gut beschattet. Wir sind nur hier, weil dies der nächste Übernachtungsplatz ist, um früh morgens auf die 6.00 Uhr Fähre zu gelangen. Dann gehts über einen knapp 1000 m hohen Passe über das Küstengebirge nach Gospic.

10 km vor Gospic campieren wir auf einem Camping mitten im Grünen. Soviel üppiges Grün nach der kargen Insel Pag ist beinahe ein Schock. Hier leben offenbar noch viel Menschen von der Landwirtschaft . Die Weiterfahrt führt durch ein schönes Tal hinter dem Küstengebirge. Die Strasse steigt langsam bis auf 900 m an. Hier campieren wir wild an einem wunderschönen Aussichtsplatz. Das war nicht ganz schlau, wie sich eine Stunde später zeigt, als der Wind einfährt und durchbläst bis am nächsten Mittag. Das Zelt muss blitzartig besser verankert werden. Die Weiterfahrt ist wegen des böigen Windes sehr anstrengend. Landschaftlich ist es hier wunderschön, teilweise ähnlich wie im Jura. Es weiden sogar Pferdeherden.

Wir kochen meist Eintopfgerichte mit dem was wir auf dem Markt finden. Hie und da kommt noch die Bratpfanne zum Zug. Ein paar Beispiele.

Link zum GPS-Track

2 Kommentare zu „Kroatien 7. – 17.6.2019

  1. Wunderbar, euer Bilderbogen!
    Ich habe gestern in Holland eine kleine Velotour gemacht: 0 Höhenmeter!
    Weiterhin alles Gute Ursula

    Liken

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