Im Jahr 2008 hatte ich Gelegenheit an der Expedition zum Peak Somoni in Tajikistan teilzunehmen. Ich hatte keine Ahnung wo dieses Land liegt, das musste ich erst herausfinden. Nachdem ich einiges nachgelesen habe, war erst recht klar, eine solche Gelegenheit lass ich mir nicht entgehen. Angie und Oli, ein erfahrenes Bergsteigerpaar und Freunde von uns, organisierten die Reise. Dabei sind noch Tom und ich als Vierte im Bund. Wir lebten einen Monat zusammen auf engem Raum im Zelt. Unsere bergsteigerischen Ziele waren der Peak Konzenevskaja (7’100 m.ü.M) und danach der Peak Somoni (7’450 m.ü.M). Diese Gipfel befinden sich im Pamirgebirge, auf Staatsgebiet von Tajikistan, nahe der kirgisischen Grenze.

Wir sind im Basecamp auf einer Höhe von 4’200 m.ü.M stationiert. Hier wird für uns gekocht. Vorerst hängen wir herum, spazieren durchs Lager und geraten dabei ausser Atem, wie bei einer grossen Bergtour. Bald sind wir soweit akklimatisiert, dass wir Wanderungen unternehmen, die sich nach und nach in die Höhe ausdehnen. Nach ein paar Tagen tragen wir Zelte, Schlafsack, Gas und Lebensmittel auf 5’000 m hoch und richten hier das erste Hochlager ein. Geschlafen wird weiterhin im Basecamp. Nach weiteren Ruhetagen steigen wir erneut auf, diesmal zum Camp 2, mit Übernachten im Camp 1. Nochmals Ruhetage.

Danach fühlen wir uns fit für den Aufstieg. Verhältnisse und Wetteraussichten für die nächsten Tage sind gut. Wir schaffen es in einem Zug zu Camp 2 und am folgenden Tag über einen Gletscherabbruch und Kletterpartien zum Camp 3 auf 6’300 m.ü.M, ein luftiger Bivakplatz. Am Gipfeltag erleben wir einen taumhaft schönen und wolkenlosen Morgen. Wir erreichen alle den Gipfel auf 7’100 m.ü.M. Danach übernachten wir nochmals in Camp 3. Mit alldem vielen Gepäcke steigen wir danach direkt ins Basecamp ab. Nach weiteren Erholungstagen besteigen wir weitere Gipfel rund um das Basecamp. Ein Wetterumschwung mit viel Neuschnee verwehrt uns dann das grosse Ziel die Besteigung des Peak Somoni, dem höchsten Berg von Tajikistan.

Das ist mir ega. Heisst es doch „der Weg ist das Ziel“. Erlebt haben wir in diesem Monat in einem ehemaligen Sowjetstaat sehr viel. Auch der anschiessende Aufenthalt in der Hauptstadt von Tajikistan, in Dushanbe, war sehr spannend, wenn auch jeweils am Nachmittag bis über 40° heiss.