Welche Farbe hat das Licht?

Wo ist das Licht. Im Gebirge bei Mittagshitze ist nicht mehr das reflektierende Licht, sondern die Eigenfarben der Berge, des Gesteins, der Landschaft schlechthin das Faszinierende.

Landschaftsbilder in einem ungewöhnlichen Bildformat nämlich dem Quadrat, sind neben leuchtenden Farben, wichtiges Merkmal der Bilder.

Der Betrachter ist gewohnt die Bergwelt als Panorama, im Querformat zu sehen oder er steht davor, bestaunt die Höhe eines Berges und hat ein Hochformat vor sich. Weder das eine noch das andere, sondern das ausdehnungslose Quadrat sind für mich richtig. Mit quadratischem Durchblick fokussiere ich auf das Ziel, beispielsweise den Berg. In intensiven Farben und mit starken Kontrasten sind die Berg- und Landschaftsmotive überklar gemalt, in Kreide oder Gouachefarbe. Eine Fülle von quadratischen Einblicken in eine Welt die entweder erklettert oder in expressiven Gesten auf das Blatt gebracht wird. Hände die den Stein gut kennen hinterlassen farbige Spuren auf dem Papier.“

Zudem interessiert wie bringe ich das Licht auf Papier. Wo immer ich unterwegs bin, erfreue ich mich ob einer schillernden Wasserfläche, am ersten Sonnenstrahl, der den Ort in ein wunderschönes Morgenlicht hüllt oder an einem Gewitterhimmel. All diese Eindrücke werden im Kopf, im Skizzenbuch oder fotografisch mitgenommen. Die Bilder entstehen dann zu hause. Farben des Himmels, einer Schnee- oder Wasserfläche, eines roten Mohnfeldes, eine Bergkette in leuchtendes Abendlicht getaucht, werden aufs Papier gebracht.  Die Techniken sind Malen mit Acryl, Gouache und oft auch Kreide. Beim Arbeiten mit Kreide erfolgt das Mischen durch das Neben- und Übereinanderschichten der einzelnen Farbtöne. Es interessiert nicht nur welche Farbe das Licht auf einer Fläche wirft. Sondern es muss eine allgemeingültige Aussage entstehen. Wie etwa der Fels, ein Hausdach, der Berg usw… Erst intensive Auseinandersetzung mit einem Thema lässt die unendlich vielen Farbnuancen aufleuchten.

Malen und zeichnen begleiten mich seit ich Stifte halten kann. Während der Lehre als Innenausbauzeichnerin lernte ich bewusst skizzieren. Das Skizzenbuch begleitet mich seither auf allen Reisen und Bergtouren. Später kam das Aquarellieren dazu, bis sie entdeckte, dass ihr das Malen mit kräftigeren Farben viel besser zusagt. Die Auseinandersetzung mit Farbe, wurde auch im Beruf, bei Bauherrenberatungen angewendet.

Seit ein paar Jahren bin ich zusammen mit meinem Partner auch oft auf längeren Velotouren unterwegs. Die Bilder sind Spuren einer Reise. So sind im letzten Sommer Bilder der runden und mit Moss bewachsenen Felsformationen von Meteora und des roten Mohns entstanden.

Nirgends  ist der Mohn so rot wie in Griechenland.