Früh morgens verlassen wir Karasjok und damit Norwegen. Es ist perfektes Velowetter, nicht zu heiss und kein Regen. Nach 20 km überqueren wir die Tana und gelangen nach finnisch Lappland genannt Lappi. Kontiunierlich ändert sich die Landschaft. Geht von der Tundra mit Birken in ein Mischwald Birken Föhren über. Der Waldboden ist mosig und überall liegt noch Wasser. Die Schneeschmelze ist noch nicht lange vorüber. Erst im Juni wird es hier überhaupt über Null Grad. Vor Inari finden wir an einem See einen idyllischen Platz zum Zelten und ein Feuer zu entfachen, gegen die ersten Mücken und einfach so, weil feuern lustig ist. Schade dass wir keine Würste dabei haben. Der nächste Laden ist auch nicht gleich um die Ecke. Den Einkauf für drei Tage haben wir noch in Karasjok gemacht. Überraschenderweise finden wir dann in Inari am Sonntagmorgen eine offene Tankstelle mit Lebensmittelladen. So kaufen wir wenigstens für den nächsten Tag Würste.

Nun folgen wir die nächsten 195 km einer einsamen Strasse durch Wald und über Weiden. Diese Strecke ist teilweise ungeteert. Es gibt nach 120 km in Pokka eine Tankstelle mit Restaurant. Reicht es bis dahin? Die Strecke ist sehr schön, führt durch Wälder und über eine Hochebene, wo offenbar der Wind im Winter gröber bläst. Neben der Strasse gibt es einen markierten Schneemobiltrail über die ganze Strecke.  Es beginnt mittags wieder zu regnen. Wir erreichen die Bar und können da etwas trocknen und unsere Wasserflaschen füllen. Dabei erfahren wir, dass im Winter Minustemperaturen von – 46° jedes Jahr vorkommen. Prrr! Nach einigen Kilometern finden wir im Wald einen Schlafplatz. Markus schafft es trotz Regen ein Feuer zu entfachen, damit wir nun wirklich Würste braten können. Es regnet die ganze Nacht durch, hört am Morgen zum Glück wieder auf. Erst um zehn gehts weiter. Nach weiteren 70 km erreichen wir wieder die Zivilisation. Die Vegetation wird üppiger, mit hohem Gras und Blumen am Strassen rand. Die Häuser werden häufiger, so alle fünf Kilometer eines.

Plötzlich landen wir in einem Skiort, Levi. Da errinnern wir uns; von hier wurden auch schon Langlaufrennen im Fernsehen übertragen. In Kittilä finden wir einen schönen Campingplatz am Fluss und dürfen die Abendsonne geniessen.

Nach einer weiteren Wildcampingnacht am Ufer des breiten Flusses Ounasjoki erreichen wir Rovaniemi. Dies ist die Haupstadt von finnisch Lappland. Es gibt ein architektonisch interessantes Museum, wo wir in einer Ausstellung viel über die Geschichte der Gegend erfahren. Rovaniemi ist ein Zentrum der Holzindustrie. Das konnten wir unterwegs bereits spüren. Es donnerten unterwegst oft hoch gefüllte Holztransportlaster an uns vorbei und das mit 100 km/h. Nicht gerade angenehm.

 

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