8.45 fährt unser Schiff (Hurtigroute) so genau wie ein Zug der SBB ein. Mit einem klangvollen Horn kündet sich das Postschiff an, fährt präzise in die Hafenbucht und wendet elegant. Danach legt das Schiff an. Gleichzeitig beginnen sich auf der Anlegeseite wie von Geisterhand vollautomatisch Klappen zu öffnen: Eine mit Steg für Autos, Velos und weitere Fracht. Daneben eine kleinere Klappe mit Lift und Förderband ebenfalls für Fracht. Dahinter sind Liftanlagen, die sich genau nach Wasserstand der Landebrücke anpassen. Etwas weiter vorn öffnet sich eine weitere schmalere Klappe und ein zusammenklappbarer Steg faltet sich auf. Seitlich neben dieser Passagierklappe ist die Digitalanzeige mit Station und Abfahrtszeit. Pünktlich um 9.15 fährt das Schiff weiter nach Honningsvog. Wir fahren mit, damit wir den berüchtigten Tunnel unter dem Meer durch (6 km mit je 9% ab und auf) und einen zweiten 9 km langen Tunnel umgehen können. Eine elegante Lösung. Bei strahlendem Sonnenschein, die Füsse hochgelagert mit einem Kaffee lassen wir die schöne Landschaft vorüber gleiten.

Zwei Stunden später sind wir bereits in Honningsvog. Jetzt heisst es wieder trampen. Es sind noch 35 km bis zum Nordkapp mit vielen Höhenmetern auf und ab. Dazu einmal mehr starker Gegenwind. Aber wir schaffen das und mit uns auch noch ein paar weitere Velofahrer. Natürlich überholen und dauernd Reisecars, Camper und PW`s. Es gibt auch ein Kursbus. Man könnte mit ÖV zum Nordkapp. Wir haben unser Etappenziel erreicht. Zum Glück bei schönem Wetter. Nun gehts weiter wieder Richtung Süden.

4 Kommentare zu „Nordkapp 11. Juni

  1. Gratuliere – super Leistung bei doch eher garstigen Bedingungen! Nun easy alles „runter“ in den Süden 😉 gueti Witerreis und tolli Erläbnis! Mägi und Hanspi aus dem Hochsommer (eure Bewässerung funktioniert tiptop – alles palleti an der Eschenstrasse 😎)

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  2. Na ihr zwei Abenteuer, am Ziel angekommen und doch geht das Erlebnis noch weiter. Gratuliere euch zu Leistung bei diesen unangenehmen Wetterbedingungen. Euren Blog zu lesen ließ mich immer ein wenig träumen vom Abendteuer. Werde bald wieder mal mit Hiroki eine kleine Velotour mit Übernachtung anstreben, inspiriert von seinem sportlichen Großvater.
    Gruß Dominik

    PS: übrigens danke für die Postkarte. Hiroki hat sich gefreut und die Karte im Zimmer aufgehängt.

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